Mit ROTOR BIKES um die Ecke. Um die Welt.

„Zeig mir dein Fahrrad und ich verrate dir, wer du bist!“

In Leipzig gebaut und durch die Welt getragen, lautet das Motto der Plagwitzer Fahrradschmiede ROTOR BIKES, das 2014 von Sebastian Billhardt als absoluter Quereinsteiger mit seinem chaotischen Haufen übernommen wurde. „Wir sind alles Chaoten“, sagt er immer wieder lachend. Doch genau deswegen kommen die Radliebhaber zu ihm. Über 300.000 Kleinteile und Sebastians kleine Privatgalerie an Fahrrädern tummeln sich in der gläsernen Werkstatt mitten im Herzen der historischen Industriekultur Leipzigs. Mit einem frisch gebrühten Kaffee in der Hand lassen wir uns auf dem schwarzen Ledersofa fallen und packen mit Sebastian gedanklich unsere Koffer für eine kleine Reise. Seit knapp zwei Jahrzehnten ist ROTOR jetzt in Bewegung und sich dabei immer treu geblieben. „Am Anfang war der Gedanke, Fahrräder zu bauen, die perfekt auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind und mit denen man die Welt später nicht nur sprichwörtlich umrunden kann. Ebendieser Gedanke gilt heute noch uneingeschränkt und spiegelt sich in jedem einzelnen Rad das unsere Werkstatt verlässt wieder. Dabei setzen wir stets auf individuell gefertigte Räder, qualitativ hochwertige Komponenten und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden“, erzählt uns Sebastian am Fensterbrett lehnend. Dieser junge Typ, der sich extra für ein Interview ein Hemd anzieht und damit immer noch verschmitzt grinst. Es ist das Strahlen in seinen Augen, das uns fesselt, wenn er beginnt über ROTOR BIKES oder wirklich außergewöhnliche Aufeinandertreffen mit seinen Kunden zu erzählen. „Die Kunden sind da wegen uns. Sie sind hier wegen unserer Geschichte, weil wir uns Zeit nehmen und uns mit ihnen beschäftigen.“ ROTOR setzt auf handgespeichte Laufräder und kleine Optimierungen oder besondere Wünsche ihrer Kunden aber im Endeffekt „... erfinden wir das Rad nicht neu.“ Die Gründung des Unternehmens 1996 schlägt in einer Zeit in der das Begehren nach „Custom Made“ Bikes immer größer wird, in eine echte Kerbe. Die Erwartungen und Bedürfnisse, die an ein Fahrrad gestellt werden, sind enorm. Sebastian sieht daher seine Aufgabe darin jedes ROTOR so einzigartig zu gestalten, dass du perfekt vom Alltag bis zur Weltreise ausgestattet bist und deine Träume auf zwei Rädern realisieren kannst. Ein wirklich schöner Gedanke! Genau mit so einer Aufgabe im Kopf starten die Reisenden in Leipzig. Sie sagen nicht: „Ich brauche ein Fahrrad“, sondern „Ich will mit meinem Fahrrad da und da hin!“ – eine klare Vorstellung und jede Menge Abenteuerlust führt sie zu ROTOR.

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Damit kamen vor vielen Jahren auch die Weltenradler wie Thomas Meixner (wir berichteten 02/2018) oder Oliver Schmidt durch die Tür, die zum Beispiel von Bitterfeld nach China radelten und die Räder einem echten Praxistest in der freien Wildbahn mit über 60.000 km aussetzen. „Läuft wie am ersten Tag!“, lautet das Urteil. 2012 bekommt Thomas sein erstes ROTOR BIKE. Worauf kam es speziell in seinem Fall an? Nicht nur die Funktionalität und der Look sind entscheidend, sondern langjährige Erfahrung und individuelle Anpassung. Manchmal ist es auch nur die Möglichkeit, die uns träumen lässt. Jeder Radreisende oder vielleicht sogar jeder Radfahrer möchte sich in seinem Bike widerspiegeln. Sebastian sitzt zwar mit ROTOR Bikes um die Ecke aber eigentlich sind seine Schützlinge jeden Tag draußen in der Welt und genießen ihre Freiheit. Mitten in Asien treffen begeisterte ROTOR Fahrer aufeinander, ohne jemals ein Wort vorher miteinander gewechselt zu haben aber erkennen sich am Schriftzug am Rahmen. „Du warst in Leipzig?“ „Na du och!“, heißt es da auf der anderen Seite der Erdkugel. Selbst, wenn dringend in Georgien ein ROTOR verlang wird, ist Sebastian zur Stelle und bringt das Reiserad höchstpersönlich mit Zwischenstopp in Istanbul nach Tiflis. Leipzig liegt eben doch um die Ecke. Ferndiagnosen inklusive. Solche Begegnungen lassen ROTOR leben und tragen den robusten, träumerischen Geist der Fahrradschmiede durch die ganze Welt. Nur ein paar mehr Postkarten könnten seine Räder mal nach Leipzig schicken.

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Doch, wo geht deine eigene Reise hin, Sebastian? Vom Kunden wegbewegen möchte er sich niemals. „Ich habe Spaß daran mich mit Leuten hinzusetzen und zu plaudern. Ich mag den Gedanken irgendwann mal eine ROTOR Fertiglinie zu haben aber ich mag es genauso, wenn meine Kunden hier sitzen und mit mir fachsimpeln. Ich möchte in meiner täglichen Arbeit immer mehr die Fragen in den Vordergrund rücken können: Warum möchtest du das haben? Was ist deine Idee? Ich möchte die Hersteller fragen: Warum hast du das so gebaut und nicht anders?“ Aber eigentlich hat er da noch diese charmante Idee im Kopf: „Ich möchte die Welt retten und bei jedem Einzelnen nachhaken: Was ist dir wichtig?“ Umso mehr Sebastian über dich weiß, umso besser passt dein Rad nach der Fertigung zu dir und deinen Ideen. ROTOR will in Zukunft weiterhin Maßstäbe setzen können und einfache, gute Räder bauen. „Ich muss nicht jeden Scheiß mitmachen, den mir die Industrie vorgibt, sondern nur das, worauf ich und der Kunde Lust hat.“ ROTOR schenkt dir ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit. Ein bisschen Anarchie für die Fahrradszene. Was du damit aber anfängst, ist dir und deiner Fantasie überlassen. Aber denk daran: Keep on moving to stay in balance.

ROTOR BIKES
http://www.rotorbikes.com/
Queckstraße 21
04177 Leipzig
Telefon 0341 / 463877-7
info@rotorbikes.com

Öffnungszeiten
Montag - Freitag - 10:00 – 20:00
Samstag - 10:00 – 15:00
Sonntag - Geschlossen

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RadladenRobert Strehler