Das vierte WE RIDE LEIPZIG Magazin.

Manchmal kommt es doch ganz anders als man zu Beginn denkt. Noch eine WE RIDE LEIPZIG Ausgabe für dieses Jahr? Zugegeben, der Abstand zum Sommer Special ist kurz. Aber dafür wird die Zeit bis zum Frühjahr auch kürzer. Drei Magazine hat sich das WE RIDE LEIPZIG Team 2018 zum Ziel gesetzt. Genau das haben wir geschafft. Wir haben uns entschieden den Jahresabschluss oder aber auch das Ende der Fahrradsaison mit einem Magazin zu begleiten. Wobei wir uns auch ehrlich gesagt nicht vorstellen können, dass in Leipzig jemals kein Fahrrad gefahren wird. Selbst im Winter. Sicherlich wird hier und da vom Rad auf eine wärmere Alternative umgesattelt aber der Großteil der Leipziger Radler wird den Witterungsbedingungen trotzen, während die Radläden das nächste Jahr vorbereiten und fleißig schrauben. Genau wie wir. Über den Winter und die kleine Ruhepause soll das Projekt noch weiter reifen und wachsen. An einem dieser kalten Novembertage stehen wir vor der Palette mit den neuen Magazinen. Mit dem kurzen Einsatz vom Cuttermesser befreien wir die ersten Hefte und das neue Cover strahlt uns entgegen. Diesmal in Schwarzweiß. Eigentlich sollte das gesamte Magazin in Schwarzweiß erscheinen aber in letzter Minute mussten wir uns dagegen entscheiden. Doch die Idee schwirrt noch immer durch unsere Köpfe. Immer wieder hat dieser Moment etwas Magisches. Das erste Magazin in der Hand zu halten und von allen Seiten zu betrachten, ist etwas Besonderes.

Die Radgeschichten haben wir beibehalten. Wir haben sie nur noch weiter ausgebaut und wollen noch viel mehr von den Leipzigern über ihr Rad erfahren. So wie von unserem liebsten Uli, der 1990 den ADFC in Leipzig gründete und mit seinen 81 Jahren noch immer fröhlich auf dem Rad davon fährt. Oder wie Franzi, die sich in ihr Singlespeed Rad schockverliebt hat. Oder Katerina, die sich mit der gesamten Familie um das Retrovelo streitet. Oder Fatih, der auf der Suche nach seiner Radbegleitung Rosmarie ist. Oder Mimo, der mit seinen 19 Jahren Preise im Einradfahren abräumt. Oder aber auch Julia, die sich mit Hilfe von einem guten Freund ihr eigenes Fahrrad ganz nach ihren Wünschen aufgebaut hat. Es kommt nicht auf das Fahrrad an. Wie sauber, stylisch oder hip es ist, sondern auf das, was jeder Radfahrende damit erlebt hat.

Aber auch die Radstopps, die uns sehr am Herzen liegen, dürfen wieder nicht fehlen. Im Café ding dong und Pop-Up Café Julius & Hans darf genascht und sich bei Rusty Cat und der Südseite für den Winter gemütlich eingerichtet werden. Während wir es uns Zuhause kuschelig machen, träumt der Weltenradler Thomas Meixner sicher schon von seinem Bike-Abenteuer. Am Ende erscheint das Magazin pünktlich Ende 2018 und wird im Café noch ordentlich gefeiert. “Keen big deal”, würde Thomas sagen.

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Robert Strehler